Ein “Ithaka-Haus”

Ausgabe2

Es gab Zeiten, da war das Wort „Ithaker“ keine verunglimpfende Bezeichnung für Fremdarbeiter, sondern ein wertneutraler Begriff für die Herkunft:

Im sogenannten 70er Krieg des vorigen Jahrhunderts kamen italienische Kriegsgefangene in den oberbayerischen Raum und boten ihre Dienste nach ihrer Freilassung als „Baumeister“ an. Die Häuser, die sie bauten bilden einen ganz eigenständischen Stil im Voralpenraum: Über den Fenstern Ziegelstürze und Ziegelreihen als Stockwerkabschluss – unverputzte Gebäude, größtenteils aus Tuffstein – entwickeln eine geradezu „toskanische“ und „mediterrane“ Anmutung.

Die Baugeschichte des LANDGASTHOF STAHUBER läßt sich sehr gut zurückverfolgen: 1870 fertiggestellt nach drei Jahren Bauzeit. Die verwendeten Tuffsteine wurden aus einem Steinbruch bei Glonn gewonnen, mit Pferdefuhrwerken direkt entlang dem Glonn-Ufer transportiert und dann im Winter auf Pferde-Schlitten verladen und nach Thal befördert. Im Sommer wurden dann die Steine auf das benötigte Maß zugeschlagen und verbaut – im Vergleich zu heutiger Bauweise ein fürchterlich mühseliges Geschäft und extrem langwierig – wird doch heute ein Haus binnen weniger Monate fertiggestellt! Das Ergebnis lässt sich aber bis heute sehen:

Der LANDGASTHOF STAHUBER.

 

Anschrift

Landgasthof Stahuber Thal 3 83620 Feldkirchen-Westerham

Öffnungszeiten

Mo, Di: 10-14 Uhr / 18-23 Uhr Mi: 10-14 Uhr, Do Ruhetag Fr, Sa, So: 10-23 Uhr

Kontakt

Thomas Stahuber t: 08063 96 68 f: 08063 63 34 E-Mail: stahuber@aol.com